Urlaub



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Der Erholungsurlaub

Oft wird die Urlaubszeit schönste Zeit des Jahres genannt und kaum jemand mag dem widersprechen, ist man doch in dieser Zeit von seinen Arbeitspflichten entbunden, bekommt seine Bezüge weiter und erhält in vielen Unternehmen zusätzliches zum Urlaubsentgelt noch ein zuzügliches Urlaubsgeld. Dessen ungeachtet entzünden sich an der Thematik Erholungsurlaub immer wieder arbeitsrechtliche Streitereien. Hin und wieder sind es bloß durch Trugschlüsse herbeigeführte Missverständnisse, viel öfter geht es aber um ernste Interessenkonflikte zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. 

Um unnötige Auseinandersetzungen zu vermeiden, sind genaue Kenntnisse der arbeitsrechtlichen Bedingungen angebracht. Üblicherweise genügt ein Blick in den Arbeits- oder Tarifvertrag, um den Urlaubsanspruch festzustellen. Insoweit in diesen nichts findet, gilt für ausnahmslos jeden Beschäftigten in Deutschland der gesetzliche Mindesturlaub von insgesamt vier Wochen, egal ob Vollzeit- oder Minijob, ob Sechs- oder Zweitagewoche.

Von der Beantragung bis zum Urlaubsantritt

Hauptsächlich muss der Erholungsurlaub vom Arbeitnehmer beim Arbeitgeber formell beantragt werden – besser zeitig, am besten zu Beginn des neuen Kalenderjahres und bis spätesten 14 Tage vor dem gewünschten Urlaubstermin. Dieses kann entweder verbal oder in Schriftform erfolgen, aber hat jede Option Vor- und Nachteile. 

Von nun an obliegt es dem Arbeitgeber den Urlaubsantrag anzunehmen, um dem Arbeitnehmer diesen somit zu erlauben. Die Bewilligung des Urlaubs sollte normalerweise schnell erfolgen, damit der Beschäftigte diesen richtig planen kann, doch wird dafür durch den Gesetzgeber keine Frist gesetzt. 

Fürchtet der Arbeitnehmer eine Ablehnung des Urlaubs, und nichts anderes ist es, wenn keine Genehmigung erteilt wird, bleibt dem Antragsteller allein der Gang vors Arbeitsgericht, um seinen Urlaubswünschen Geltung zu verschaffen. Von einer sogenannten Selbstbeurlaubung ist dringend abzuraten, denn diese führt vielleicht ohne Umweg zu einer wirksamen fristlosen Kündigung. 

Für die Kalkulation des Urlaubsgeldes kommt es darauf an, wie viel Gehalt der Arbeitnehmer in den letzten 13 Wochen vor Urlaubsantritt durchschnittlich regulär bezogen hat. Das Urlaubsgeld soll vor Beginn des Urlaubs ausgezahlt werden.

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